Meine Stute nimmt immer weiter ab ...

VikiS
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Beiträge: 19
Hey ihr ich habe ein Problem: meine schwere Warmblutstute nimmt immer weiter ab ... Im September letzten Jahres gings langsam los und im Januar und Februar war es richtig schlimm. Die Wirbelsäule ist deutlich zu sehen und zu spüren. Eine Sattellage existiert quasi nicht mehr. Rippen sind alle zu sehen und am Bauch und Co kein Gramm Fett mehr. Mein Dicke war eigentlich immer sehr kompakt und etwas breiter und nun wissen wir nicht mehr weiter. Es waren schon mehrere TA's da und die haben Blut und alles untersucht. Urteil: alles ok. Jetzt haben wir seit Dezember letzten Jahres komplett anderes Futter für sie, damit sie zu nimmt. Nichts ist passiert. Ihre Heurationen sind verdoppelt wurden und seit letzter Woche gibt es noch eine Fuhre mehr ... Möhren, Öl, Hafer, Mineralfutter und und und gibt es morgens und abends (Menge hat uns TA verordnet) Wir haben alle möglichen Lecksteine und Co im Stall, da ein TA meinte, dass ihr vielleicht Mineralstoffe fehlen. Aber bis jetzt hat nichts gewirkt ... Sie sieht immer schlechter aus. Zähne sind gemacht (jedes Jahr regelmäßig), sie ist geimpft und entwurmt! Und ja wir haben sie im Dezember zusätzlich nochmal entwurmen lassen als es nicht besser wurde! Aber nichts geht mehr ... Jetzt sagen die meisten TAs einfach sie sei zu alt aber meine Große ist gerade mal von 1996! Sie wird dies jahr erst 17 und das ist nun wirklich kein Alter. Habt ihr vielleicht noch eine Idee was sie haben könnte bzw. was ich tun kann? Irgendéine Empfehlung?
Tapedog
  • Moderator
Beiträge: 484
Es ist schwer da einen Tipp zu geben, wenn schon alles Kontrolliert wurde.

Hat es den sonstige Veraenderungen gegeben?
Ein anderer Stall? Ein anderes/neues Herdenmitglied?
WIe wird sie gehalten?
Ist ein Pferd der Herde vergekommen oder gestorben?
Magengeschwuer?

Wenn physisch alles abgeklaert ist, bleibt nurnoch psychische Probleme. Auch die koennen ein Pferd am Fressen hindern.
Macht ihr irgendetwas anders als sonst?

Wann sind die Zaehne den das letzte Mal gemacht worden, es kann ja sein, dass sich ein Strohhalm ins Zahnfleisch gebohrt hat und dort eine Entzuendung entstanden ist, ich wuerde aufjedenfall einen Tierarzt nochmal ins Maul schauen lassen.

17 Jahre ist kein Alter, daran wird es nicht liegen.
VikiS
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Beiträge: 19
Also nein sam Stall und Co hat sich nichts geändert. Auch steht sie mit derselben Stute auf der Koppel und sonst ist auch alles gleich. Sie frisst ja auch wie ein scheunendrescher und lässt nach den massen Heu kaum ihr Stroh in Ruhe ... Ständig ist alles alle bei ihr und sie nimmt einfach nicht zu. Die Zähne wurden Anfang Oktober gemacht. Um die Zeit sind sie jedes Jahr dran obwohl unser TA auch immer extra bei jeder Untersuchung nochmal nachschaut. Unser TA hat ja auch erst ins Maul geschaut und sagte dass alles ok wäre ... Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Physisch kann ich mir eigentlich auch nichts vorstellen da sich in ihrem Umfeld gar nichts geändert hat ... Ansonsten wie kann man nich rausfinden, was sie physisch belastet wenn es das sollte ?
Killeralex
  • Newcomer
Beiträge: 54
Hallo,

das klingt alles recht sonderbar. Aber Ähnliches hatten wir mit unserem Konik letzten Sommer. Er fraß wie immer, hatte weniger Bewegung als sonst, und magerte total ab. So komisch es klingen mag, aber kaum wurde er wieder mehr bewegt, nahm er zu. Ich weiß bis heute nicht wie das kommt. Energie verbrennen = zunehmen? Passt eigentlich nicht, aber wer weiß was für ein Schalter im Kopf umgelegt wurde. Der TA weiß auch keinen Rat.
Denk nochmal nach ob sich irgendwas verändert hat. Auch wenn es anscheinend nichts mit dem Abnehmen zu tun hat, es kann ein Auslöser sein. Verhält sie sich sonst anders? Hat sie eine neue Angewohnheit, eine neue Macke? Das können alles Zeichen sein.
sandrabraun1
  • Newcomer
Beiträge: 3
Hi, also kenne sowas auch von meiner Frieda, es fing im September'11 an und über den Winter wurde sie immer weniger. Sie ist auch ein Kaltblut und sehr krätig gebaut, wird jetzt schon 20, von 1993. Also bei ihr waren es psychische Probleme, da der TA auch nichts gefunden hatte. Nun die Gründe waren dann doch sehr komplex. Zum einen hatten wir einen jungen Wallach in der Herde, der ihr wohl auch den Rang abgelaufen hatte, weil sie wohl irgendwie in ihn verliebt war. Merkwürdig! Dann war auch ihr Lieblingsmensch lange krank und somit nicht oft bei ihr. Gut, als dann letzten Oktober der Wallach verkauft wurde und sie auch ihre alte Position wieder in der Herde hatte, konnte man zusehen, wie es ihr besser ging. Dann kamen noch zwei kleine Shetties zur Herde und sie war somit erstmal wieder die Leitstute in der Wallachherde . Jaa und als ihr Mensch dann auch wieder öfter kam, erhellte sich ihre Seele wieder und nun ist sie wie vorher, fast. Denn ihr Alter ist für die Rasse Boulonnais schon sehr hoch. Ach hinzu kam auch noch, dass sie eine Lahmheit hatte, die ebenfalls nicht definiert werden konnte per TA. Manchmal hängt auch die Seele mit allem so sehr verknüpft zusammen, dass man im Einzelnen gar nicht finden kann woran es liegt. Sie kam durch ihre Lahmheit wohl auch in der Herde nicht recht mit und fühlte sich wohl abgestempelt oder so. Aufjed isses diesen Winter alles gut bis heute und auch wenn die Shetties erst wieder im Sommer kommen, sieht sie sie ja auch ab und an mal Es kann schon sein, dass eine Kleinigkeit sowas auslöst, auch wenn der Mensch mit ihr halt nur etwas anders macht als vorher. Beobachte sie einfach mal ganz intensiv soweit es deine Zeit und so zuläßt. Wir haben die Pferde am Haus stehen und da kann ich schon übers Fenster in Küche und Wohnraum sie lange beobachten, was auch von Vorteil sein kann bei psychischen Problemen. Habe auch Bachblütentherapie 6Wochen gemacht, hat nicht wirklich was gebracht. Das ganze soziale Gefüge, Mensch und Herde plus Körperliche Gebrechen (Lahmheit) war der Grund. Auslöser kann alles sein. Sie lahmt ja auch nicht mehr.
Hoffe du findest irgendetwas, Reitbeteiligung z.B. die sie nicht mag, oder andere Umgangsgeschichten. Wo sie halt auch steht usw. - Du wirst es schon finden auch wenn es länger dauert. Bei uns waren es fast 10 Monate!
Viel Glück
Plüschengele
  • Newcomer
Beiträge: 33
Also ich tippe da auch auf Zähne, Magengeschwür, oder Psyche.

Aber wenn selbst der TA keine Diagnose stellen kann, können wir das sicher auch nicht.

Du kannst ihr zusätzlich Vitamalz geben, wenn der TA nichts einzuwenden hat.
Meine alten Wallache haben über Winter auch etwas abgebaut, da habe ich Dunkelbier, Futter für laktierende Stuten und Bananen zugefüttert.

Ist das Herz mal richtig abgehorcht worden?
Jetzt nicht mal so lala, sondern explizit?

Mein kräftiger großer Holsteiner magerte 2005 auch immer mehr ab.
Der bekam Futter für drei, aber nichts half.
Ich habe ihn wirklich auf alles untersuchen lassen, er bekam Aufbauspritzen, Pülverchen und alles nur Mögliche.
Schlußendlich war es das Herz.
Durchblutungstörungen in den Extremitäten und den inneren Organen.
Die Mähnen und Schweifhaare fielen aus, er bekam überall kahle Stellen, war rappeldürr ( !!! ) Wassereinlagerungen, er stürzte...dann haben wir ihn einschläfern lassen. Hier war es eine Herzschwäche.
Vielleicht kannst du deinen TA nochmal bitten, da " ein Ohr drauf zu haben ".
horselady83
  • Newcomer
Beiträge: 49
Sonst würde ich noch eine Tierheilpraktiker empfehlen.
Kann bei Interesse eine Freundin fragen, die schickt Haare (?) von ihren Pferden immer zu einer Frau und die kann daran erkennen, was dem Pferd genau fehlt und entsprechende Mittel "verschreiben".
Gast
  • Top Rider**
Hast du evt, noch einen anderen TA deines Vetrauens den du dabei gucken lassen würdest??
Sonst kann ich dir leider auch keine anderen tipps mehr geben, als die anderen..
Wünsche deiner Stute schnell gute Besserung & berichte mal, wenn man weiß woran es lag!

lg
Gast
  • Top Rider**
Die Tipps sind alle nicht so falsch.

Was man wissen muss und viele Tierärzte nicht wissen - das ist eher ein Wissen, das man in den Labors findet, warum die das nicht an die Tierärzte weitergeben, weiß ich nicht, aber von einer Labormedizinerin weiß ich: Der Zinkgehalt im Blutbild sagt im Prinzip nichts aus, ist ein Zufallstreffer. Auch die Haaranalyse ist da nicht sehr zielführend. Hat die Stute denn auch stumpfes Fell? Erkältet sie sich schneller mal als andere, neigt sie eher zu Mauke? Oder rauscht ihr Zink genau da hin und es bleibt nichts mehr für die Muskulatur?

Kein Pferd braucht Fett, ein ideal gefüttertes und trainiertes Pferd hat auch kein Gramm überflüssiges Fett, aber was schwindet, wenn die "abmagern", sind vor allem die Muskeln und grade, wenn das übern Winter passiert, sind es meist die Zinkreserven, die viel zu niedrig sind

Gaben von Öl, Mais etc. senken den Zinkspiegel der Muskulatur noch mehr (da kann der des Blutes durchaus noch gut sein). Ich hatte auch ein Pferd, das nur noch aus Haut und Knochen bestand und wie gerne hätte ich einfach Mais gegeben und Öl über's Futter und viele zuckrige Karotten, nur dass es besser aussieht, aber ich wurde gewarnt, das wäre sein Todesurteil. Ich solle zusehen, dass mein Wallach so viel Heu wie möglich erwischt, sein Mineralfutter (dafür muss es ein hochwertiges sein, nicht sowas billiges wie Reformin, indem die Stoffe in nicht verwertbarer, weil billigerer Form drin sind) und richtig viel Zinksupplement zufüttern. Damit kann man das Pferd zum Glück nicht vergiften, weil das, was nicht verwertet wird, ausgeschieden wird. Kraftfutter sollte ich maximal 2 kg geben pro Tag, aber nur, wenn er auch trainiert wird, damit das keinen Ärger im Stoffwechsel machen kann. Hier ist am besten Hafer und - wenn sie es fressen, weil schmeckt nicht jedem Pferd, aber für die Zinkversorgung gut - 200 g vom Hafer täglich durch Weizenkleie ersetzen.

Es wird Monate dauern bis eine durch Öl runtergefahrene Darmflora wieder fit genug ist, das Zink zu verwerten, von daher muss man richtig viel Geduld haben, auch wenn das Tier fürchterlich aussieht. Und immer dafür sorgen, dass das Pferd Bewegung hat, am besten 24 Stunden - ich tu mich da leicht, meiner wohnt im Aktivstall, aber der sieht aktuell schon wieder richtig nach Pferd aus, nur 8 Monate nach dem absoluten Tiefpunkt.

Ob der Zinkspiegel passt, sieht man also nicht am Blutbild, nicht an der Haaranalyse, sondern eher an Haut und Fell und Muskulatur. Seit ich die Auskunft dieser Labormedizinerin habe, füttere ich Zinkpräparate nicht nach Blutbild, sondern nach dem Aussehen meines Pferdes --> viel zielführender.

Gute Besserung!
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