SwenjaTheBimbo

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Schluss mit lustig !

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Eintrag vom 16.12.2012

Ihr alle habt es bestimmt scon mitbekommen....
Es hat eine große Diskussionswelle ausgelöst! Ein Jäger verwechselte ein Pferd mit einem Wildschwein und erschoss das Pferd ! Das passiert nicht zum ersten mal! Es ist schon verrückt, das man ein Pferd mit einem Wildschwein verwechselt. Ich finde das aber gar nicht lustig! Viele Reiter fragen sich ob es in den Wäldern überhaupt noch sicher ist?. Sollte man mit der Angst leben? Nein ,soll man nicht. Es sollte möglichst schnell eine Lösung her wie sowas in zukunft vermieden werden kann!


Meine Idee: Der Jäger sollte erst mal überprüfen ob es sich überhaupt um ein Wildschwein handelt ! Und nicht sofort schießen. Ich mein wozu gibt es : Ferngläser ?!

Idee: Dank nachrichten und mehreren Berichten

P.S.:Was meint ihr dazu ??




mit lg Swenja
Stichworte: pferde, jäger, reiter

Kommentare als RSS-Feed abonnieren 1 Kommentare

Killeralex
03.01.2013 16:59 Uhr
Hi!

Also es geschieht nicht zum ersten mal dass jemand oder ein Tier mit einem wildlebendem Waldtier verwechselt wurde. Vor ein paar Jahren wurde glaube ich ein Jogger angeschossen weil der Jäger ihn mit einem Dachs verwechselt hat. Solche Vorfälle gibt es immer wieder, leider. Aber manchmal hat es noch andere Gründe als be****ssene oder wahllos draufschießende Jäger.
Das Unglück von dem du sprichst war mir noch nicht bekannt, aber andere solcher Fälle. Sorry falls ich da was hinein interpretiere oder annehme was falsch ist.

Bei der Jagd ist das alles nicht so einfach wie man es sich vorstellt zB Reh kommt, Jäger sieht Reh, Jäger zielt und schießt, Reh ist tot. Oftmal halten sich die Tiere versteckt auf, aber da darf der Jäger nicht schießen, bereitet sich jedoch auf einen möglichen Schuss vor. Was das für ein Tier ist muss erst überprüft werden da das mit den Schonzeiten sehr streng genommen wird (zumindest in Bayern). Es gibt Regelungen in der Jagd, ebenso wie in der Fischerei, doch diese sind von den Bundesländern her unterschiedlich.

Meist werden die Pferde nachts auf Weiden erschossen. Dass so etwas tagsüber passiert ist habe ich noch nie gehört. Da werde ich erstmal stikig, da Ferngläser auch in der Zieloptik zwar erlaubt sind, man damit in einer bewölkten Nacht leider nicht weit kommt. Nachtsichtgeräte sind verboten (bei uns in Bayern zumindest), warum weiß ich nicht. Dürfen Jäger diese Geräte haben, wären diese Unglücke seltener.
Dann stellt sich mir die Frage ob der Jäger das Revier eigentlich kannte. Mal ganz ehrlich: Ein guter Jäger kennt sein Revier und sogar einen Großteil seiner Tiere. Solche Jäger wissen wo Koppeln sind und werden da um einiges vorsichtiger sein. Fahrlässige Verpächter oder Jäger die zur Jagd einladen ohne ihren Gästen das Revier zu zeigen und zu erklären, sind immer eine Gefahr, nicht nur für Pferde! Hier appelliere ich an den gesunden Menschenverstand fremde Menschen nicht einfach in eine Jagd zu lassen. Aber wir wissen leider alle dass es überall schwarze Schafe gibt, die fahrlässig Menschen jagen lassen, ihre Pferde mit Rollkur reiten, ihre Familie umbringen oder stehlen. Leider kann man da schlecht etwas machen.

Unser Stall ist direkt am Waldrand, eine Kanzel gleich in der Nähe. In der Wiese hat eine Ricke immer ihr Kitz, und Wildschweinschäden sind uns auch aus nächste Nähe bekannt. Auch Spuren von Fuchs und Hase finden wir bei uns im Stall, sowie Marder die unsere Isolierung zerstörten. Unsere Reit- und Therapiestunden finden zum Großteil im Gelände, auch im Wald statt. Wenn ich oder jemand anderes von uns reitet ist das auch meistens im Gelände. Eigentlich eine heikle Situation, oder? Was machen?
Zu aller erst sollte man die Jäger kennen. Ich kenne zwar nicht alle, aber einige. Ich bin über Treib- und Drückjagden informiert und weiß auch ob und wann ein Jäger auf welcher Kanzel ist. Sprich, ich weiß wo ich gefahrlos hinreiten kann. Gefahr geht nicht nur von der Patrone aus, sondern bei schreckhaften Pferden reicht ein Schuss in der Ferne um sie zur wilden Flucht zu veranlassen. Man erhält auch viele andere Infos vom ansässigen Jäger. Zum Beispiel wo ein Kitz liegt, in welchem Gebiet die Wildschweinrotte ist, wo gefällt wird (auch wichtig bei schreckhaften Pferden) und so weiter. Es kam schon öfters vor, dass ein Jäger kurzfristig ins Revier fahren wollte und schießen, ein anderer ihm jedoch favon abgeraten hat weil dieser wusste dass ich mit dem Pferd unterwegs war.
Ich glaube das ist Ländersache, aber oft ist das Reiten in Wäldern verboten, bin mir da aber nicht sicher. Wenn man den Jäger um Erlaubnis bittet ist es diesem auf jeden Fall lieber als wenn man einfach mal drauf los reitet. Ich kenne keinen Jäger der ablehnen würde. Wichtig ist den Jägern nur, dass der Reiter weiß wie man sich im Wald zu verhalten hat. Querfeldein ist meistens auch kein Problem solage man das mit dem Jäger abspricht. Es geht dem Jäger auch um Flurschäden und Aufklärung vom Reiter. Der größte Ärger den Reiter verursachen ist wenn die Wild aufscheuchen, mit den Hufeisen Wurzeln zerstören oder die Pferde junge Triebe von neu gepflanzten Bäumen fressen. Daher sollte man nicht ohne Nachfrage beim Jäger querfeldein reiten, sondern sich immer an die Wege halten. Hufschuhe oder barhuf ist den meisten Jägern am Liebsten wenn man mal vom Weg runter will. Auch Nachtausritte sollte man ankündigen. Kein Jäger vermutet um 11Uhr Nachts einen Reiter im Wald. Unsere Jäger waren dankbar dass wir unsere Nachtwanderung angekündigt haben, und als wir uns kurzfristig entschlossen diese im Sattel zu absolvieren war das auch kein Problem.
Kennt man den Jäger kann man ihm auch mitteilen dass die Pferde manchmal Nachts auf der Koppel sind. Dann ist dieser vorgewarnt und ein solcher Vorfall ist so gut wie ausgeschlossen. Da sollte man den Jäger auch über liegende oder sich wälzende Pferde informieren.
Kennt man den Verpächter so kann man diesen bitten den pachtenden Jäger über die Koppeln und Pferde aufzuklären. Das ist keine Arbeit für diesen und es gibt keinen Grund die Koppeln nicht zu erwähnen und bei der Führung durch das Revier diese nicht auch mit einzubeziehen.
Eine gute Beziehung zum Jäger ist wirklich lohnenswert! Nicht nur weil es Sicherheit für unsere Pferde mit sich bringt, sondern weil wir auch ganz viel über den Wald erfahren können. Ich liebe es zu meiner Lieblingskanzel zu reiten, das Pferd unten anzubinden und einfach den Blick über den Wald bis ins Nachbarsdorf genießen zu können. Und wenn man mal mit darf und sich Nachts nur die Tiere beobachtet ist das so friedlich und entspannend (Jäger gehen nicht nur ins Revier zum schießen).

Solche Fälle sind unglaublich tragisch und zeugen meist von schlechten Jägern. Es ist ein Albtraum von jedem Pferdebesitzer seinen Liebling morgens erschossen aufzufinden. Aber das ist kein Grund Pferde Nachts einzusperren oder den Wald zu meiden. Es gibt Lösungen, doch diese gehen nur über Verständnis und Absprache. So wie man die angrenzenden Bauern kennen sollte, sollte man den/die Jäger kennen. Irgendwo ist man ja doch ein Nachbar. Dann ist auch alles halb so wild und das Geschimpfe von Jägern die man bei der Pirsch stört muss man auch nicht mehr hören. Und beide Seiten können viel dazu lernen.

LG Alex

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