Desti211

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Jung und Braucht das Geld! Der weg zum eigenem Pferd

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Eintrag vom 03.02.2015

Ein Pferd finanzieren?
Ausbildung oder Studium?
Wie soll ich das nur schaffen?
Reitbeteiligung- Eine echte Alternative zum eigenem Pferd?

Das sind alles Fragen mit denen ich mich unter anderem in diesem Blog Beschäftigen möchte.


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Zu mir, ich bin 1993 geboren leider nicht in eine Milionärsfamilie, sonst wären fragen wie Finanzierung ja nie ein Thema gewesen. Ich reite seit über 11 Jahren und möchte ein paar meiner Erlebnisse schildern. Meinen Plan mit euch, die ihr soweit gelesen habt teilen und gerne über alles mögliche Diskutieren und sich austauschen.
Also bis dahin Liebe Grüße
Desti211
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JUNG UND BRAUCHT DAS GELD

Wer kennt das nicht. Du sitzt in der Schule, hast keinen Plan von der Welt aber der Wunsch nach einem eigenem Pferd ist allgegenwärtig. Endlich kannst du machen was du willst. Du kannst es jeden Tag reiten, du brachst dich nicht mehr an blöde Trainingspläne halten, die der Besitzer des Pferdes, was du momentan reitest aufstellt, Nie wieder diese scheußlichen Neon-Halfter benutzen und endlich musst du deine Steigbügellänge nicht vor jeder Reitstunde neu einstellen. Dem Haflinger steht die möchtegern-Sportmähne doch eh nicht und ein Warmblut sieht mit langer Mähne auch nicht wie ein Isländer aus.... Hättest du doch bloß dein Eigenes Pferd...

Tja. aber wie kommt man mit 18 oder noch Jünger an ein Pferd? Wie soll man das bezahlen? Pferde sind schließlich echt teuer.

Hierbei sollte man sich zuerst Gedanken über all das machen, was man haben möchte und wie viel das Kostet.
Pauschalrechnungen gibt es dafür Keine, denn je nach Standort, Training und Rasse des Wunschpferdes hat man unterschiedlichste Preise.
Mal ein Beispiel von mir:

Das Pferd was ich in der 12ten Klasse gekauft habe hat inklusive Sattel, Trense, Winterdecke, Gamaschen und Hufglocken 2150€* gekostet. Zu dem Zeitpunkt war er 12 Jahre alt und die 130€* für die Ankaufsuntersuchung habe ich aufgewand um sicher zu gehen, dass mein Füchschen auch gesund ist. Und bis auf einen Knubbel an der Nase, der als harmlos eingestuft wurde und eine minimale Auffälligkeit bei der Beuge probe war er Kerngesund. (Wir vermuten das er sich angestellt hat, denn danach gab es nie wieder Probleme)

ALSO: Aktueller Preis 2280€* bis dahin.

Die nächste Frage war da, wohin mit dem Baby? Füchschen war es bis dahin gewohnt in einem Offenstall/Einer Aussenbox zu Leben also dachte ich damit er sich nicht so viel umgewöhnen muss stell ich ihn an einen Stall, den ich auch schon kannte. Seine Box hatte einen Auslauf, den er sich mit einem Pony teilen musste und war sehr offen. Es gab einen Reitplatz, eine Halle, Weidegang im Sommer und Paddock im Winter. Heu und Stroh war Inklusive. Dieser Stall hat da es kein Verein war, ich also keine lästigen Vereinsbeiträge zahlen musste ziemlich günstig. Ich glaube wir haben 250 im Monat gezahlt.

ALSO: Aktueller Preis für den ersten Monat 2530€* bis dahin.

Okay, soweit so gut.
An Unserem Stall war er den Besitzern sehr wichtig, dass die Pferde gesund waren (da meiner gerade eine AKU hatte konnte ich das soweit nachweißen) und das die Pferde Haftpflichtversichert waren. Da ich mir aber noch eine Reitbeteiligung anschaffen wollte damit ich nicht jeden Tag hin muss war für mich ganz klar, Fremdreiter müssen abgedeckt werden! Zusätzlich brauchte ich, weil ich auch ausreiten wollte eine Geländemarke. (15€* glaub ich kostet die)

Leider hat die Versicherung mein Opa gemacht, aber ich schätze das das auch nochmal so 70€* waren.
Also grob geschätzt 2615€* bis dahin.

Bei seiner Ankunft lief alles wie am Schnürchen. Füchschen war brav, die Besitzer des Stalls sehr angetan von seinem Wesen (auch wenn sie an seiner Optik rum genörgelt haben. Aber er hatte eben nur 3 Weiße beine...)
Doch als ich ihn dann Sattel wollte am zweitem Tag um ihm die Halle zu zeigen stellte ich Fest. Die Satteldecke, die ich noch zuhause hatte passte nicht. Also am Selben tag nochmal los und eine Passende Schabracke gekauft. 20€*. Putzzeug, Reithose, Helm und Gerte hatte ich ja alles noch. + Sämtliche Halfter.

Also nochmal 20€ drauf dann währen das für den Anfang 2635€*

Nach 2 Wochen viel uns auf, dass Füchschen Probleme hatte auf dem Teuteburgerboden zu Laufen also entschied ich, dass der Schmied mal drüber gucken sollte. Das hat dann erstmal 3 weitere Wochen gedauert, weil entweder der Schmied nicht da war oder ich nicht und da er mein Pferd ja noch nicht kannte, konnte er den schlecht einfach behandeln. Als es dann Endlich soweit war entschieden wir, dass er vorne Hufeisen Bräuchte. Das hat mich 70€* Gekostet.

Lange rede Kurzer Sinn allein für den ersten Monat für EIN EIGENES PFERD sind 2705€* drauf gegangen.

Für einen Abiturienten schlichtweg UNBEZAHLBAR!!!

*Alle Preise sind nur aus MEINER ERFAHRUNG und keine all gemeingültigen Preisempfehlungen. Bitte geht mit diesen Information sorgsam um und verlasst euch nicht zu sehr darauf. Preise können IMMER wie schon oben erwähnt variieren.

Also hast du 2 Möglichkeiten.
Nummer 1: Familienunterstützung.
Nummer 2: Du arbeitest dir den Arsch auf.

Ich habe es mit Nummer 1 versucht und ganz ehrlich, Leute...
Dann könnt ihr euch das EIGENE Pferd auch sparen. Jedenfalls ist es bei mir ganz heftig nach hinten los gegangen.
Du wirst genauso bevormundet als währ es gar nicht DEIN Pferd. Und wenn alle stricke reißen (bei mir war das der Fall) wird der Liebling kurzerhand verkauft. Und glaubt mir.... Das fühlt sich super scheiße an. Man fühlt sich hintergangen, missverstanden und wollte doch nur das der große Traum endlich wahr wird.

Also für alle unter Euch die noch zur Schule gehen und unbedingt ein Eigens Pferd wollen. Ihr seit besser dran zu warten bis ihr es auch allein Kaufen und unterhalten könnt. Denn erst dann kann es euch keiner mehr wegnehmen.

LG Desti211
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KEINER MEHR WEGNEHMEN... Das Große Drama mit den Reitbeteiligungen.

Meiner Meinung nach ist eine RB eine ganz tolle Sache! WENN... man kommunizieren kann und fair bleibt.

Bei einer Reitbeteiligung ist es ganz ganz wichtig, dass man sowohl als Pferdebesitzer als auch als Reitbeteiligung weiß, was man will und wie man sich das ganze vorstellt. Dass muss man einander mitteilen sonst bricht Chaos aus.
Ich habe die meiste Zeit meines Reiterseins als Reitbeteiligung verbracht und habe wirklich einiges Erlebt.
- Tolle Partnerschaften mit den Pferden als auch mit den Besitzern.
- Reiterliche Fortschritte
- Das Privileg an Reitstunden günstiger Teilzunehmen
- Vertrauen und Freundschaft

Aber leider auch
-Gescheiterte Kommunikation
-Unfaires Handeln sowohl gegenüber dem Besitzer als auch der RB
-Vernachlässigung des Pferdes
-Und der top Punkt. Das große WEGNEHMEN!

Eine Reitbeteiligung wird nie dein Eigenes Pferd sein und wenn der Besitzer die die Reitbeteiligung Kündigt, dann ist das sein Recht.
Es gibt ja die verschiedensten Gründe, warum man ein Pferd nicht mehr reiten will/kann oder aus der Sicht eines Besitzers man die Reitbeteiligung nicht mehr will oder kann.
Sei es dass der Besitzer und die RB sich was anderes vorgestellt haben oder das Pferd anders reiten.
Sei es die Zuverlässigkeit, die bei einer Seite fehlt oder ein Stallwechsel oder, dass das Pferd einfach nicht mehr geritten werden soll/kann.

Wenn sich also der Weg von RB und Pferd/Besitzer trennt sollte das immer Fair bleiben. Man sollte die Gründe offen besprechen können und eine gute Lösung finden.

LG Desti211
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DER WEG ZUM EIGENEM PFERD
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Da mein erster Versuch ja so Glorreich den Bach runter gegangen ist möchte ich es Dieses Mal richtig machen!

Begleitet mich auf meinem Weg zum eigenem Pferd wenn ihr mögt

Ich stellte 2015 jeden Monat ein Update hoch und freue mich auf Kommentare und Gesprächsstoff.

LG Desti211


*************JANUAR*************

DIE LANGE SUCHE IST VORBEI

"Der erste Schritt zum Pferd ist das reiten!"
Das habe ich bei Füchsschen schon falsch gemacht. Wenn man vorher voll "raus" ist aus der Geschichte, dann wird der Neuankömmling erstmal alle Reiterlichen Fehler ausbaden müssen die man sich so antrainiert hat. Also war es für mich ganz klar, ich muss wieder aufs Pferd!

Ich stelle diesen Monat unter diese Überschrift, weil es doch echt schwierig ist eine Passende Reitbeteiligung zu Finden.
Ich bin aus meiner Heimatstadt Bielefeld vor ca 18 Monaten in den Süden gezogen und vermutlich einfach verwöhnt von der Ställeauswahl. Jedenfalls hier angekommen musste ich feststellen das es hier ganz anders ist. Sehr sehr hohe Erwartungen in so ziemlich allen Anzeigen auf "quoka", "Deine-Tierwelt" ect. und alle so weit weg. ;;
Ich war es gewohnt mit dem Fahrrad zum Stall zu fahren, was hier gar nicht möglich ist.
Wie dem auch sei, jetzt ist es endlich vorbei, die lange Suche und ich bin wieder im rennen
Meine Beste Freundin und ich haben 2 Haflinger in der Nähe gefunden die in einem Privaten Offenstall leben.
Meine Stute und damit meine neue Herausforderung heißt Melody und ist ein EdelblutHafi. Soweit kommen wir ganz gut klar, währ da bloß nicht immer dieses tolle Graß Überall. Keine 3 Meter und die Nase schnellt nach unten... Daran müssen wir jetzt erstmal arbeiten, aber ich habe sie ja erst seit diesem Monat. Und meine Bestie hat es mit dem kaltblütigem Lucky kein Stückchen Besser. Sehr fressmotivierte Ponies

Gottseidank sind die Besitzer der Ponys sehr geduldig mit uns und haben als einige große Voraussetzung Zuverlässigkeit gestellt. Und das sind wir! An allem anderen kann man Arbeiten. Aber bis jetzt machen wir schon stätig Vorschritte. Kleine aber immerhin.
War wir jetzt als erstes angehen ist
-Dominanztraining (besonders Lucky hat das nötig )
-Bodenarbeit
-Routine
-Sitz und Hilfengebung
Und das rangehen an die höheren Gangarten.
(Vielleich auch ein bisschen Jogging. Beide Ponys müssen mal etwas Fitter werden, genau wie Bestie und ich)


Wie es so läuft erfahrt ihr im Februar und bis dahin wünsche ich euch eine #gutezeit

LG Xenia
Stichworte: geld, rasse, pony, eigenes, pferd

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