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Fütterung, Haltung & Arbeit des Pferdes

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Eintrag vom 27.03.2014

Die Haltungs-Bedingungen unserer Reitpferde haben sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt.

Die Anbinde-Haltung in Ständern ist schon seit vielen Jahren aufgegeben worden, doch auch die reine Boxenhaltung wird immer weniger. Viele Pferdebesitzer und Reiter haben mittlerweile den Zusammenhang von Bewegungs-Mangel und häufigen körperlichen und seelischen Erkrankungen der Pferde bemerkt.
Manchmal können schon kleine Änderungen eine große positive Wirkung hervorrufen.

Pferde sind und bleiben Fluchttiere

Die langsame aber stetige Bewegung über einen langen Tages- oder Nacht-Zeitraum ist wichtig für die Gesundheit Ihres Tieres.
Dabei ist es völlig unerheblich, ob Ihr Pferd sportlich genutzt wird oder ein reines Freizeit-Vergnügen darstellt. Sicherlich investieren Sie mehr Zeit und Arbeit in die tägliche Körperpflege des Reittieres. Gerade wenn Ihr Pferd auch bei feuchter Witterung Weidegang hat. Ebenso sind hierbei Abwehr-Maßnahmen gegen Lästlinge (Bremsen, Kriebelmücken etc) im Sommer unerlässlich.

Schützen Sie Ihr Pferd vor Witterungs-Einflüssen

Ihr Pferd muss sich vor Witterungs-Einflüssen schützen können. Entweder ist der Zugang zum Stall offen, oder die Weide besitzt einen Unterstand oder diverse stark belaubte Bäume. Die meisten Pferde können nach einer Eingewöhnungszeit in einer (kleinen) Herde gut klarkommen. Selten kommt es vor, dass ein Tier nicht integrierbar ist und von den anderen Herden-Mitgliedern gemobbt wird.

Das könnte dann ein Grund sein, Ihr Pferd aus einer Offenstall-Haltung rauszuholen und evtl. in einer Paddockbox unterzubringen.
Aber auch hier kann man Regelungen hinsichtlich eines zusätzlichen geregelten täglichen Koppelganges treffen.

Die Krux bei der Haltung ist die Fütterung

In einer Boxenhaltung kann ganz genau bemessen werden, was Ihr Tier täglich an Futtermengen aufnimmt. Bei der Weidehaltung kann dies schwierig werden. Nicht nur Bewegungs-Mangel kann zu Krankheiten führen, auch falsche Fütterung ist oftmals Grund für Stoffwechsel-Erkrankungen.

Ausgewogene Rationen sind das A & O

Unausgewogene Rationen sind genau so problematisch wie ein Überangebot an Futter. Sicherlich richtet sich die Futtermenge auch maßgeblich nach der Arbeit, die Ihr Pferd täglich leistet.
Eine Stunde Dressur ist für ein gesundes mittelaltes Pferd, das in einer (Paddock)Box aufgestallt ist, keine große Arbeit. Es reicht keinesfalls aus, das Bewegungs-Pensum Ihres Tieres zu befriedigen.
Unter diesen Haltungs-Bedingungen sollte Ihr Pferd überwiegend mit Heu gefüttert werden um Langeweile und Verdauungs-Beschwerden vorzubeugen.

Auf der anderen Seite macht es keinen Sinn, Ihr Pferd einfach in Offenstall- und Weidehaltung zu „vergessen“. Die tägliche Arbeit ist auch bei optimalen Bewegungs-Möglichkeiten noch notwendig und wichtig. Gerade bei älteren Pferden muss täglich die körperliche Fitness überprüft werden. Diese Tiere können eher Körpersubstanz abbauen und damit dann auch massive gesundheitliche Probleme bekommen.

Geschrieben von Tierärztin Karin Bürhle. Wenn Sie weitere Informationen oder Unterstützung in einem speziellen Fall benögiten, tretten Sie mit uns Verbindung. Wir helfen Ihnen gerne! www.tierarzt-buehrle.de
Stichworte: arbeit, haltung, fütterung

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